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Digital Friday: Aktueller Zwischenstand

Bisherige Erkenntnisse aus der Webinar-Reihe zu Digitalisierung und KI

Die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der Sozialwirtschaft. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse unserer Webinar-Reihe „Digital Friday“, die in Zusammenarbeit mit dem Digitalverband FINSOZ e. V. durchgeführt wird, dass viele Organisationen sich noch in einem laufenden Transformationsprozess befinden.

In sechs kostenfreien Modulen, jeweils an einem Freitag im Monat, werden zentrale Fragestellungen rund um Digitalisierung und KI in der Sozialwirtschaft behandelt. Die Module kombinieren fachliche Impulse mit Praxisbeispielen und ermöglichen einen systematischen Blick auf den aktuellen Stand der digitalen Entwicklung in den teilnehmenden Organisationen. Über alle sechs Webinare hinweg wurden bisher mehr als 1.100 Anmeldungen verzeichnet.

Nach Abschluss des vierten Moduls liegen belastbare Zwischenergebnisse aus den bisherigen Modulen vor. Diese zeigen, dass Unternehmensstrategien vergleichsweise häufig schriftlich vorliegen, während Digitalisierungsstrategien deutlich seltener dokumentiert sind. Mehr als die Hälfte der befragten Organisationen verfügt über keine schriftlich formulierte Digitalisierungsstrategie. IT- und Digitalisierungsstrategien befinden sich in vielen Fällen noch in Entwicklung, was auf nicht abgeschlossene strategische Prozesse hinweist.

Auch im Bereich der IT-Finanzierung zeigt sich ein heterogenes Bild. Ein Großteil der Befragten kennt die eigene IT-Budget-Quote, definiert als Verhältnis von IT-Budget bzw. IT-Kosten zu den Umsatzerlösen, nicht. Dort, wo eine Kenntnis besteht, wird häufiger eine überdurchschnittliche Budgetquote angegeben. Insgesamt deutet dies auf eine begrenzte Transparenz in Bezug auf IT-Ausgaben und deren strategische Einordnung hin.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist aktuell noch zurückhaltend. Die Mehrheit der teilnehmenden Einrichtungen nutzt derzeit keine KI-Anwendungen. 

Bei den Organisationen, die KI einsetzen, werden überwiegend einzelne Teilgebiete wie maschinelles Lernen oder Computerlinguistik genutzt. Nur ein kleiner Teil setzt mehrere KI-Teilbereiche parallel ein, was auf unterschiedliche Reifegrade in der Anwendung hindeutet.

Übergreifend zeigen die Ergebnisse, dass eine strukturierte Planung, die frühzeitige Einbindung relevanter Akteure sowie die Unterstützung durch die Führungsebene wesentliche Erfolgsfaktoren für Digitalisierungsprojekte sind. Ebenso werden ausreichende personelle und technische Ressourcen, Qualifizierungsmaßnahmen sowie die bewusste Abwägung von Chancen und Risiken – insbesondere bei KI-Anwendungen – als entscheidend eingeschätzt.

Die Zwischenergebnisse verdeutlichen insgesamt, dass Digitalisierung in vielen Organisationen noch kein abgeschlossener, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess ist, der weiterhin systematisch begleitet werden muss.

Unser Appell an Sie: Nutzen Sie die Erkenntnisse aus der Webinar-Reihe "Digital Friday" um Ihre eigene digitale Ausrichtung kritisch zu überprüfen. Sprechen Sie uns gerne an – gemeinsam entwickeln wir tragfähige Lösungen für eine zukunftsfähige Digitalisierung.