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Wie Einrichtungen Digitalisierung richtig fördern

Was Einrichtungen der Sozialwirtschaft bei Digitalisierungsvorhaben jetzt beachten sollten

Die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft bleibt ein zentrales Thema. Viele Träger stehen unter Druck. Sie müssen Verwaltung, Fachprozesse, Dokumentation, Zusammenarbeit und IT-Sicherheit zugleich weiterentwickeln. Gleichzeitig sind Budgets knapp und Investitionen müssen gut begründet sein.

Fördermittel für Digitalisierung können hier entlasten. Sie helfen jedoch nur dann, wenn das Vorhaben sauber beschrieben und passend eingeordnet ist. Genau darin liegt für viele Träger die Herausforderung. Förderprogramme unterstützen meist keine allgemeine IT-Modernisierung. Gefördert werden eher klar abgegrenzte Vorhaben. Dazu zählen je nach Programm etwa 

  • Prozessdigitalisierung,
  • IT-Sicherheit,
  • Qualifizierung im digitalen Wandel oder
  • organisatorische Weiterentwicklung.

Relevante Anknüpfungspunkte können zum Beispiel ESF-Plus-Programme wie rückenwind³ sein, die vor allem Organisations- und Personalentwicklung im Kontext des digitalen Wandels fördern, oder neue, sozialwirtschaftsnahe Digitalisierungsprogramme wie DigiWohl, die gezielt Digitalisierungsvorhaben in der Freien Wohlfahrtspflege unterstützen. Hinzu kommen KfW-Angebote, BAFA-nahe Beratungsförderungen und teils auch Landesprogramme zur Digitalisierung. Das erhöht die Chancen, macht die Förderlandschaft aber nicht einfacher.

Für viele Träger ist das besonders relevant, vor allem, wenn verschiedene Angebote, mehrere Standorte und gewachsene Systemlandschaften zusammenkommen. Dann wird es deutlich schwerer, Digitalisierungsvorhaben klar zu priorisieren. Hinzu kommt, dass Förderlogiken, Fristen und Nachweispflichten je nach Programm stark abweichen können. Wer zu früh startet, riskiert, dass eine Förderung nicht mehr möglich ist. Wer zu breit plant, verfehlt oft die Anforderungen des Programms.

Vorstände und Geschäftsführungen sollten deshalb zuerst drei Fragen klären: 

  1. Welches konkrete Problem soll gelöst werden?
  2. Welcher Nutzen entsteht für Organisation, Mitarbeitende und Klient:innen?
  3. Und passt das Vorhaben in ein Förderprogramm oder eher in eine eigenfinanzierte IT-Roadmap?

Gute Förderchancen bestehen meist dort, wo Zielbild, Zeitplan, Ressourcen und erwarteter Mehrwert nachvollziehbar beschrieben sind.

Für Träger lohnt sich daher ein nüchterner Blick auf die eigene Projektliste. Nicht jedes IT-Thema ist förderfähig. Aber viele Vorhaben werden erst dann förderfähig, wenn sie fachlich geschärft, organisatorisch sauber aufgesetzt und zeitlich richtig geplant sind. Gerade an dieser Stelle kann es sinnvoll sein, Fachexpert:innen für Förderprogramme früh in Entscheidungen einzubeziehen. So lassen sich Programmlogiken, Fristen, Nachweispflichten und Kombinationsmöglichkeiten besser einordnen.

Das erhöht die Chance, passende Fördermittel für Digitalisierung zu identifizieren und Vorhaben in der Sozialwirtschaft so zuzuschneiden, dass eine IT-Förderung realistisch wird. 

Da sich Förderbedingungen teils kurzfristig ändern, sollte vor Veröffentlichung und vor einer Antragstellung immer eine aktuelle fachliche und gegebenenfalls rechtliche Prüfung erfolgen. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Jetzt Kontakt aufnehmen!